Rohstoffe bleiben im Anlage-Mix höchst attraktiv

Gold

Rohstoffe sind die älteste Anlageklasse der Welt, rückten aber erst mit Beginn des neuen Jahrtausends und dem damit einhergehenden Rohstoffhunger der Schwellenländer so richtig in den Fokus der Anleger. Noch heute kann sich die Beimischung in den eigenen Anlage-Mix lohnen.

Die Nachfrage nach Rohstoffen in Schwellenländern ist groß. China sticht mit seinem Bedarf besonders hervor: Nach den Zahlen des Internationalen Währungsfonds konsumiert das Reich der Mitte nahezu 60 Prozent der weltweit produzierten Mengen an Eisenerz. Bei Kohle ist es gut die Hälfte. Bei Aluminium, Kupfer, Nickel und Zink sind es immerhin noch rund 40 Prozent. Zwar wächst Chinas Wirtschaft mittlerweile weniger stark als noch vor einigen Jahren, dennoch scheint der Wachstumsmotor nach wie vor intakt zu sein. Die Urbanisierung schreitet mehr oder weniger ungebrochen voran.

Auch in den nächsten Jahren sollten jeweils zwischen 10 und 15 Millionen Chinesen vom Land in die Stadt ziehen. Die dafür notwendige Infrastruktur lässt weiterhin einen hohen Rohstoffbedarf erwarten. Die Internationale Energieagentur IEA schätzt, dass China bis zum Jahr 2030 knapp 90 Prozent mehr Energie als die USA nachfragen wird – trotz eines nur halb so hohen Pro-Kopf-Verbrauchs wohlgemerkt. Aber nicht nur China, auch andere Schwellenländer wie Indien werden im Hinblick auf ihren wachsenden Rohstoffhunger in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen. Das dürfte sich zum Beispiel schon 2018 beim Ölverbrauch zeigen. Hier erwartet die IEA, dass der Rohölbedarf Indiens nahezu gleich stark ansteigen wird wie jener Chinas.

Beliebte Investments
Doch voranschreitende Industrialisierung ist nicht der einzige Grund für steigende globale Rohstoffnachfrage. In den letzten 15 Jahren hat auch der Bedarf in Form von Rohstoffinvestments spürbar zugenommen. Immer mehr Angebote, wie Fonds, Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Investmentfonds und Zertifikate, hat diese Anlageklasse einer viel breiteren Anlegerschicht zugänglich gemacht.

Preisentwicklung
Während zu Beginn der 2000er-Jahre die Nachfrage die Preisentwicklung vieler Rohstoffe geprägt hat, waren die letzten Jahre zu einem Großteil von einem deutlich gestiegenen Angebot geprägt. Die stark erhöhten Rohstoffpreise haben viele Rohstoffproduzenten veranlasst, ihre Investitionen signifikant nach oben zu fahren. Im Zeitraum 2002 bis 2012 haben sich die Investitionen der Minenunternehmen im Schnitt nahezu verzehnfacht. Da viele dieser Minen-, aber auch Öl- und Gasprojekte, Vorlaufzeiten von drei bis zehn Jahren aufweisen, kam es in den letzten Jahren zu einer markanten Angebotsausweitung.

Das wiederum brachte so manchen Rohstoffmarkt aus dem Gleichgewicht, Preisrückgänge waren die logische Folge. Die niedrigeren Rohstoffpreise zwangen die Produzenten wiederum zu einem Umdenken. Die Investitionen wurden seit 2012 nach und nach zurückgefahren. Vor allem in den letzten drei Jahren wurde kaum in neue Projekte investiert, und Projekte im Umfang von insgesamt 500 bis 600 Mrd. US-Dollar nicht umgesetzt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Diese Entwicklung nährt die Hoffnung vieler Anleger, dass in den nächsten Jahren, in denen sich diese geringeren Investitionen nach und nach in Form eines unterdurchschnittlich stark steigenden Angebots bemerkbar machen sollten, ein neuer Preiszyklus nach oben beginnt.

Diversifikation als Schlüssel
Eines steht außer Frage: Diversifikation ist das Um und Auf bei Rohstoffen. Rohstoffe weisen untereinander eine durchaus heterogene Preisentwicklung auf. Während Gold, Silber und Kupfer im Jahr 2011 bereits wieder höhere Kurse als noch vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreichen konnten, blieben diese bei Nickel, Öl aber auch Platin zu diesem Zeitpunkt außer Reichweite. Eindrucksvoll lässt sich das am Beispiel der Edelmetalle verdeutlichen. In dieser Gruppe konnte der Goldpreis innerhalb der letzten zehn Jahre mit einem Plus von gut 80 Prozent doppelt so stark zulegen wie der Silberpreis. Der Platinpreis hingegen gab im selben Zeitraum sogar um rund 20 Prozent nach.

Selber auf Rohstoffe setzen
Der Raiffeisen-Active-Commodities setzt auf eine breite Diversifikation hinsichtlich der eingesetzten Strategien und Rohstoffe. Seit Oktober 2013 investiert der währungsgesicherte Dachfonds aus moralischen Gründen nicht mehr in Agrarrohstoffe und Lebendvieh. Die eingesetzten Strategien nutzen beispielsweise Preisdifferenzen an den Terminbörsen und steuern aktiv den Investitionsgrad oder die Allokation zwischen Energie sowie Industrie- und Edelmetallen. Der Fonds strebt langfristig ein attraktives Risiko-Ertragsverhältnis innerhalb der Anlageklasse an. Da Rohstoffmärkte teilweise anderen Marktmechanismen unterworfen sind als traditionelle Anlageklassen, kann eine Beimischung in ein bestehendes Multi- Asset Portfolio eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH. Veranlagungen in Fonds sind dem Risiko von Kursschwankungen bzw. Kapitalverlusten ausgesetzt. Der veröffentlichte Prospekt sowie das Kundeninformationsdokument (Wesentliche Anlegerinformationen) des Raiffeisen-Active-Commodities stehen unter www.rcm.at in deutscher und unter www.rcm-international.com in englischer Sprache zur Verfügung. Im Rahmen der Anlagestrategie kann überwiegend in Investmentfonds und (bezogen auf das damit verbundene Risiko) in Derivate investiert werden. Der Fonds weist eine erhöhte Volatilität auf, d.h. die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können. Hinweis für Anleger mit anderer Heimatwährung als der Fondswährung: Wir weisen darauf hin, dass die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen kann. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Wertentwicklungen der Vergangenheit ermöglichen keine Prognose für die Zukunft. Die angeführten Informationen sind unverbindlich und ersetzen kein Beratungsgespräch. Sie dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder ein Angebot, eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch eine Finanzanalyse dar. Informieren Sie sich vor dem Erwerb von Wertpapieren über die damit verbundenen Chancen und Risiken bei Ihrem Wertpapierberater. Stand: September 2017