Treasury News: Euro und Dollar handeln in enger Spanne, Rohöl gibt nach

Der Dollar tendierte zum Euro zuletzt wenig verändert, nachdem er am Mittwoch 0,4 Prozent nachgegeben hatte. Laut Fed-Minutes hatten sich mehrere US-Geldpolitiker zurückhaltend gegenüber einer weiteren Zinsanhebung noch dieses Jahr geäußert; derweil rechnen Marktteilnehmer weiterhin überwiegend mit einer solchen.

Der Dollar tendierte zum Euro zuletzt wenig verändert, nachdem er am Mittwoch 0,4 Prozent nachgegeben hatte. Laut Fed-Minutes hatten sich mehrere US-Geldpolitiker zurückhaltend gegenüber einer weiteren Zinsanhebung noch dieses Jahr geäußert; derweil rechnen Marktteilnehmer weiterhin überwiegend mit einer solchen.

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel um einen Basispunkt, während Bunds seitwärts tendierten. Der Spread zwischen beiden Benchmarkpapieren durchbrach damit den Trendkanal, in dem er sich seit Anfang September gehalten hatte.

Die jüngste Spreadeinengung habe mit der Zurückhaltung der Fed zu tun, mittelfristig sollte der Spread aber wieder über 200 Basispunkte gehen, wenn die US-Zentralbank anfängt konkreter zu werden, sagte am Morgen ein Händler in Europa.

Die Rohölnotierungen gaben nach. Daten der International Energy Agency deuteten an, dass der Abbau der Öllagerbestände 2018 zum Stillstand kommen könnte. Zwar würden die Bestände dieses Jahr erstmals seit dem Preisverfall vor vier Jahren sinken, aber die zunehmende Produktion in den USA und anderen Ländern würden eine mögliche Fortsetzung der Förderkürzungen der OPEC ausgleichen.

Die Industrie im Euro-Raum hat ihre Produktion im August fast dreimal so stark gesteigert wie erwartet. Die Unternehmen stellten 1,4 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli noch ein Wachstum von 0,3 Prozent gegeben hatte. Besonders kräftig legte der Ausstoß von Investitionsgütern zu, zu denen beispielsweise Maschinen und Fahrzeuge gehören: Hier gab es ein Plus von 3,1 Prozent.

Damit mehren sich die Hinweise für einen anhaltenden Konjunkturaufschwung in der Währungsunion. Für das abgelaufene dritte Quartal gehen Experten wie die des Markit-Instituts von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von bis zu 0,7 Prozent aus. Ein Grund dafür ist der bessere Welthandel.

Michel Barnier, Chef-Verhandlungsführer der Europäischen Union in den Brexit-Gesprächen, sagt die Verhandlungen über die Austritts-Rechnung hätten "sich festgefahren". "In dieser Frage haben wir einen Zustand des Stillstands erreicht, der für Tausende von Projektträgern in Europa sehr beunruhigend ist und auch die Steuerzahler beunruhigt", sagte Barnier in Brüssel gegenüber Reportern. Barnier bleibt auf Grund des neuen Momentums aber weiter überzeugt, dass "wenn der politische Wille da ist, entscheidende Fortschritte in den nächsten zwei Monaten möglich sind.“ Es gebe weiterhin Differenzen bezüglich der Rechte von EU-Bürgern, bei Familien-Zusammenführungen und dem Übertrag von Sozialleistungen nach dem Brexit. Er sagte weiter, es sei derzeit nicht an der Zeit über Übergangsregelungen zu diskutieren.

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Quelle: Reuters/Bloomberg

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