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Devisenmarkt

Wie kaum ein anderer Markt ist der Devisenmarkt geeignet, eine Vorstellung vom Weltmarkt zu vermitteln. Informationen aus aller Herren Länder laufen in den bedeutenden Handelsplätzen wie New York, London, Tokyo, Paris, Frankfurt und Zürich zusammen.

Der Devisenhandel ist heutzutage ein weltumspannender Markt, der quasi rund um die Uhr tätig ist. Wenn in London, Paris, Frankfurt und Zürich die Straßen in den Börsenvierteln in den späten Nachmittagsstunden sich bereits leeren, dann ist es in New York 11 Uhr vormittags. Die Devisenhändler in San Francisco rasieren sich dann noch im morgendlichen Stau. In Tokyo ist für die Händler noch tiefste Nacht, aber es hat auf dem Kalender bereits der nächste Tag begonnen.

In Wirklichkeit schlafen aber nur die Händler. Wie auf allen anderen Handelsplätzen schlafen ihre Orders auch in der tiefsten Nacht nicht. Computer werden ununterbrochen mit den Informationen von den aktiven Plätzen gefüttert und programmierte, von bestimmten Grenzwerten ausgelöste Orders sind die blitzschnelle Reaktion, wenn sich eine am Vortag nicht absehbare Lage auf den aktiven Märkten einstellen sollte.

Die Entwicklung der Finanzzentren Hongkong und Singapore Anfang der 70er Jahre (die Zentren Tokio und Melbourne kamen als Devisenhandelsplätze erst Ende der 70er Jahre bzw. Anfang der 80er Jahre hinzu) schloss im weltweiten Devisenmarkt eine Lücke.

Durch diese Stützpunkte zwischen der amerikanischen Westküste und Europa wurde eine Zeitzone überbrückt, sodass - zumindest theoretisch - im weltweiten Devisenhandel „rund um die Uhr“ gehandelt wird. Das einzige „time - lag“ stellt das Wochenende dar.