Börse-News: WOCHENAUSBLICK

 

Entspannung oder Verschärfung im Handelskonflikt?

Wie geht es nach dem Rücktritt von Theresa May weiter?

Börsen in London und New York am Montag geschlossen

Europäische Inflationsdaten und US-Konsumausgaben im Blick

Auch im nahenden Sommer besteht für Anleger keine Aussicht auf Urlaub vom Dauerbrenner-Thema Zollstreit. Der Disput hat das globale Wachstum bereits gebremst, ist aber vor allem ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Regeln für den Welthandel ändern werden.

US-Präsident Donald Trump hält offenbar an seiner Strategie fest, den Druck auf China hoch zu halten. Ob das Reich der Mitte allerdings bereit ist, mit einer Pistole am Kopf zu verhandeln, ist mehr als fraglich. Das Risiko, dass ein Handelsabkommen noch Monate auf sich warten lässt und in der Zwischenzeit die Weltwirtschaft weiter lähmt, ist hoch.

Vor diesem Hintergrund haben Aussagen Trumps jederzeit das Potenzial, die Börsen in Turbulenzen zu stürzen. Seine gefürchteten Tweets führen entweder zu Panik oder zu Euphorie. Der Dax verlor in der alten Woche 1,5 Prozent.

SPEKULATIONEN UM ZEIT NACH THERESA MAY

Auch beim zweiten Dauerbrenner-Thema, dem Brexit, können Investoren nicht auf eine Verschnaufpause hoffen. Denn das Rätselraten um den Kurs Großbritanniens nach dem für Anfang Juni geplanten Rücktritt von Premierministerin Theresa May halte sie auf Trab.Nachfolgen wird ihr wohl ein Brexit-Befürworter, der allerdings ebenfalls nur einer Minderheitsregierung vorstehen und damit bei der Umsetzung des Brexit kaum Handlungsspielraum haben wird. In der alten Woche fiel das Pfund Sterling zeitweise auf ein Viereinhalb-Monats-Tief von 1,2603 Dollar.

Die Europawahl wird dagegen kaum Auswirkungen auf die Börsen haben. Allenfalls ein erdrutschartiger Sieg der Rechten würde vermutlich ausreichen, um eine sichtbare Marktreaktion hervorzurufen. Die Börsen in London und New York könnten darauf nur verzögert reagieren, da sie am Montag feiertagsbedingt geschlossen bleiben.

GELDPOLITIK VON EZB UND FED IM BLICK

Börsianer warten zudem gespannt auf die deutschen und europäischen Inflationsdaten am Freitag. Von ihnen erhofften sie sich Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), über die die Währungshüter in der ersten Juni-Woche beraten. Wegen des späten Pfingsttermins sind die Zahlen für Mai allerdings verzerrt.

Wenige Stunden später werden in den USA die Einkommen und Verbraucherausgaben veröffentlicht. Wichtiger ist allerdings der parallel dazu veröffentlichte Preisindex, ein wichtiger Faktor für die Geldpolitik der US-Notenbank. Sollte der sogenannte PCE-Preisdeflator auf einen wachsenden Inflationsdruck hindeuten, könne dies die Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Fed dämpfen.

Lassen Sie sich mit dem Schauplatz Börse Newsletter die wichtigsten Infos von den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten bequem und kostenlos zusenden.

Quelle: Reuters/Bloomberg

Rechtshinweis: Diese Informationen werden Ihnen von der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg (RLB V), Rheinstr. 11, 6900 Bregenz, zur Verfügung gestellt. Die in diesem RLB V-Internetbeitrag enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen dienen, trotz sorgfältiger Recherchen, lediglich der unverbindlichen Information unserer Kunden und basieren auf dem Wissenstand und der Markteinschätzung der, mit der Erstellung betrauten Personen zum Zeitpunkt der Publizierung. Jegliche Haftung im Zusammenhang mit der Erstellung der Internet-Beiträge, insbesondere für die Richtigkeit und Vollständigkeit ihres Inhaltes oder für das Eintreten der darin erstellten Prognosen, ist ausgeschlossen. Die RLB V ist eine nach österreichischem Recht gegründete Bank. Dieser Beitrag/dieses Anbot unterliegt daher ausschließlich österreichischem Recht. Bei der Erstellung der in diesem Beitrag enthaltenen Informationen wurden die in Österreich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geltenden gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Anlegern sowie die österreichischen wertpapierrechtlichen Vorschriften beachtet. Ansprüche, die sich auf die Nicht-Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen in Dritt-Staaten stützen, sind daher ausgeschlossen.

Der Artikel wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Der Artikel beschreibt das generelle volkswirtschaftliche/politische Marktumfeld bzw. wiedergibt allgemeine Unternehmensdaten, ohne dabei eine Empfehlung in Hinblick auf eine Anlageentscheidung auszusprechen.