Steigende Aktien, niedrige Zinsen. Wie lange geht das noch (gut)?

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 7 der Schauplatz Börse Digital erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Steigende Aktien, niedrige Zinsen

Die aktuelle Zinslage macht die Suche nach Rendite schwierig. Doch es gibt Möglichkeiten, das eigene Vermögen zu vermehren. Wir zeigen Chancen auf.

Der MSCI World Aktien-Index notiert auf Rekordniveau. Er spiegelt die Entwicklung der Aktien von 23 Industrieländern wider. Etliche Aktienbörsen liegen heuer bereits mit 20 Prozent und mehr im Plus. Die USA, mit rund 60 Prozent im Weltindex gewichtet, erleben den zweitstärksten Bullenmarkt ihrer Geschichte. Rund 270 Prozent hat der S&P500-Index, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst, seit seinem Tief 2009 schon zugelegt. Je nach den gewählten Kriterien sind die Aktienbewertungen in New York inzwischen sehr hoch oder extrem hoch. Zeit zum Ausstieg, wo es gerade am schönsten ist?

Während viele US-Aktien tatsächlich schon sehr teuer sind, scheinen weite Teile der „restlichen Welt“ noch immer fair oder sogar günstig bewertet. Es wäre widersinnig, dort nicht nach Ertragschancen zu suchen, nur weil in New York die Kurse bereits sehr hoch sind. Es ist gut vorstellbar, dass Aktien in Europa oder den Schwellenländern in den kommenden Jahren erheblich besser abschneiden als die US-Börsen. Und selbst in den USA sind keineswegs alle Aktien überteuert. Zudem lässt sich aus den Bewertungsniveaus und der Dauer eines Kursaufschwungs allein noch keine seriöse Vorhersage für die weitere Kursentwicklung herleiten. Der bislang längste und stärkste Kursanstieg bei US-Aktien dauerte beispielsweise von 1987 bis 2000 über zwölf Jahre. Die Kurse stiegen dabei – selbstverständlich mit zwischenzeitlichen Schwankungen – mehr als doppelt so stark wie im laufenden Bullenmarkt (um über 580 Prozent). Wie so oft im Leben kam übrigens auch damals das Beste zum Schluss: Die stärksten Wertzuwächse gab es in den letzten zwei bis drei Jahren des Kursaufschwungs.
 

Historisches Umfeld

Zudem lassen sich historische Vergleiche von Aktienbewertungen derzeit nur eingeschränkt ziehen. Wir bewegen uns in einem beispiellosen Niedrigzinsumfeld, in dem die großen Notenbanken fast alle geldpolitischen Tabus gebrochen haben. Das ist deshalb bedeutsam, weil nominale Anleiherenditen von null oder gar darunter keine rasch vorübergehende Ausnahme mehr sind, wie noch vor einigen Jahren gedacht oder erhofft. Die extrem niedrigen Zinsen sind aber eine der mächtigsten Stützen der Aktienmärkte, neben den inzwischen wieder anziehenden Unternehmensgewinnen. Dividenden, die deutlich und dauerhaft über den Anleihe-renditen liegen, sind ein gewichtiges Argument zugunsten von Aktien.
 

Kaum Inflationsdruck

Wie könnte es bei Aktien und Anleihen weitergehen? Am wahrscheinlichsten scheint derzeit, dass die Weltwirtschaft weiterhin robust wächst und dass die Inflationsraten dabei noch etwas anziehen. Vermutlich jedoch nicht so stark, dass die Notenbanken stärker eingreifen müssten. Die demografischen Trends, technologische Fortschritte, zunehmende Automatisierung und hohe Schuldenberge wirken allesamt einer höheren Inflation entgegen. Die langfristigen Inflationserwartungen der Marktteilnehmer bewegen sich in der Eurozone und in den USA auf historisch niedrigen Niveaus, zumeist zwischen ein und zwei Prozent. Die Notenbanken scheinen eine zu niedrige Inflation noch immer mehr zu fürchten als eine zu hohe. Für die Europäische Zentralbank wird dabei der starke Euro zusätzlich zum Problem, denn er wirkt ähnlich wie eine Straffung der Geldpolitik auf die Volkswirtschaften. Das schiebt eine mögliche Zinswende in der Eurozone eher weiter hinaus.
 

Rückenwind für Aktien

Für Aktien dürfte sich damit die „beste aller Welten“ wohl erst einmal fortsetzen, mit moderatem Wirtschaftswachstum, steigenden Unternehmensgewinnen, niedriger Inflation, niedrigen Zinsen und einer insgesamt weiterhin sehr lockeren Geldpolitik der großen Notenbanken. Die Bewertungsniveaus sowohl in vielen Schwellenländern als auch in großen Teilen Europas oder in Japan sprechen vor diesem Hintergrund noch für weiteres Kurspotenzial.
 

Weltweite Megatrends bestimmen

Betrachten wir die langfristigen weltwirtschaftlichen Perspektiven, dann sind über Konjunktur- und Zinszyklen hinweg mächtige Trends am Werk, die aller Voraussicht nach noch für Jahrzehnte anhalten werden. Beispielsweise ein wachsender Anteil immer älter werdender Bevölkerungsschichten, fortgesetzte technologische Umwälzungen in Medizin, Informationstechnik, Mobilität (Elektroautos) und Energiegewinnung. Eine weiterhin zunehmende Weltbevölkerung, knappere und teurere natürliche Ressourcen und der fortgesetzte Aufholprozess der Schwellenländer, die sich in einer steigenden Zahl von Wirtschaftsfeldern sogar an die Spitze setzen könnten. Unternehmen, die diese „Megatrends“ ausnutzen, werden künftig vermutlich noch am ehesten überdurchschnittliche Zuwachsraten aufweisen. Natürlich wird es auch dabei Aufs und Abs geben, wechselnde Favoriten, Sieger und Verlierer. Aktienfonds bzw. Aktienportfolios, die sich global ausrichten und die die Gewinner dieser Entwicklungen herauszufiltern suchen, stehen angesichts dessen besonders im Fokus. Dazu gehört beispielsweise der Raiffeisen-Mega Trends-Aktien, der ganz gezielt auf diese Zukunftsthemen setzt.
 

Mischfonds weiterhin Trumpf

Trotz der aktuell sehr niedrigen Ertragsaussichten bei Anleihen sollten diese keineswegs völlig vernachlässigt werden. Eine gut diversifizierte Mischung aus Aktien und Anleihen hat sich seit Jahrzehnten, ja Jahrhunderten für die allermeisten Investoren unter Risiko-Ertrags-Aspekten noch immer als die langfristig bessere Option gegenüber einer reinen Aktienveranlagung oder einem reinen Anleiheinvestment erwiesen. Bezüglich der genauen Aufteilung gibt es keine Rezeptur, die für jeden Investor gleichermaßen „optimal“ wäre. Das ist letztlich auch der entscheidende Grund, weshalb Raiffeisen verschiedene Fondslösungen in unterschiedlichen Ausprägungen anbietet.

Dies ist eine Marketingmitteilung. Einschätzungen und Positionierungen stellen eine Momentaufnahme dar und können sich jederzeit und ohne Ankündigung ändern.  Veranlagungen in Fonds, auch bei Einhaltung der empfohlenen Behaltedauer, sind dem Risiko von Kursschwankungen bzw. Kapitalverlusten bis hin zum Totalverlust ausgesetzt.  Die veröffentlichten Prospekte sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) des Raiffeisen-MegaTrends-Aktien stehen unter www.raiffeisen-salzburg-invest.com in deutscher Sprache zur Verfügung. Der Raiffeisen-MegaTrends-Aktien weist eine erhöhte Volatilität auf, d. h., die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können. Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Hinweis für Anleger mit anderer Heimatwährung als der Fondswährung: Die Rendite kann infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Die angeführten Informationen sind unverbindlich und ersetzen kein Beratungsgespräch. Sie dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder ein Angebot, eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch eine Finanz-/Anlageanalyse dar. Es wird keinerlei Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der angegebenen Daten übernommen.  Informieren Sie sich vor dem Erwerb von Wertpapieren über die damit verbundenen Chancen und Risiken bei Ihrem/r Wertpapierberater/in. Stand: November 2017